RAKU

ist eine alte japanische Töpfertechnik, die  ursprünglich  untrennbar mit  Zenbuddismus und der Teezeremonie  ver-

bunden  war. In Europa ist RAKU erst seit den 19hundert 40er

Jahren bekannt, durch den berühmten englischen Keramiker

Bernard Leach , der RAKU in Japan entdeckte und dort in die RAKUdynastie aufgenommen wurde. Ihm folgten die Amerikaner,

auf deren Experimente die Nachreduktion  zurückgehen.(z.B. Paul Soldner )Das besondere an RAKU sind die Glasureffekte, die man fast nur mit RAKU erreichen kann:z.B.  die dunklen ,teilweise schwarzen Räucher- oder irisierende Lüstereffekte und das interessante (ungleichmäßige )  Craquelée.

 

Nachdem die Töpferware getrocknet und  schrühgebrannt ist (ca. 900 °), wird sie bemalt oder glasiert  und erneut gebrannt,diesmal im Rakuofen.

Nach erfolgtem Ausschmelzen der Glasur werden die Teile, noch rotglühend, einzeln mit langen Zangen  , aus dem Ofen entnommen und in  verschließbare ,mit organischem Material(Papier,Blätter, Säge späne ) gefüllte Behälter gebracht,  in denen dann die Reduktion stattfindet.

 Das organische Material brennt   sofort, der Rauch bezw. der Kohlenstoff, lagert sich in den Objekten an den Stellen  ein ,wo sich keine Glasur befindet .Je nach Bedarf wird die Reduktionszeit bemessen. Nach Abkühlung werden die Teile  aus den Behältern genommen und gereinigt. Erst jetzt lässt sich beurteilen ,ob das Experiment gelungen ist. Das Risiko des Zerbrechens ist bei Raku auf Grund des rustikalen Umgangs mit der Ware immer gegeben. Wenn das Ergebnis der Vorstellung entspricht oder diese noch übertrifft, ist die Freude groß.

Ökonomisch gesehen ist diese Art Keramik zu machen ein Wahnsinn, nur andere Keramiker können sich vielleicht vorstellen ,

wie viel Arbeit in einem gelungenen Rakuobjekt steckt.

RAKU ist vor jeder technischen oder ökonomischen Betrachtung  jedoch , eine  Geisteshaltung. Sie besteht daraus, mehr oder weniger kontrollierte Zufälle zu erzeugen.

 RAKU fordert heraus , erfordert Phantasie ,Geschicklichkeit und Improvisationstalent.

Wir hoffen durch unsere Arbeit einen kleinen Beitrag zu leisten , um RAKU weiter zu verbreiten und bekannt zu machen.

 Diese  Technik erlaubt es jedem, auch dem Anfänger, sich kreativ auszutoben , ohne jahrelang Glasurtechniken studiert zu haben.

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